BokRobot læseudgave
Bøger
GratisDer Einfaltspinsel
The Simpleton
Andrew Lang
Vælg version
Es war einmal ein Mann, der so reich war, wie man nur sein konnte. Doch kein Glück auf dieser Welt ist jemals ganz vollkommen, und er hatte einen einzigen Sohn, der ein solcher Einfaltspinsel war, dass er kaum zwei und zwei zusammenzählen konnte. Schließlich beschloss sein Vater, dass er seine Dummheit nicht länger ertragen konnte. Er gab ihm einen Beutel voll Gold und schickte ihn fort, um in fremden Ländern sein Glück zu suchen, und gedachte dabei des Sprichworts:
»Wie viel mehr ein Narr, den man aussendet, zu schweifen, übertrifft einen Narren, der daheim bleibt.«
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 1-seite-1
# chapter_title: Seite 1
# book_page: 1 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Es war einmal ein Mann, der so reich war, wie man nur sein konnte. Doch kein Glück auf dieser Welt ist jemals ganz vollkommen, und er hatte einen einzigen Sohn, der ein solcher Einfaltspinsel war, dass er kaum zwei und zwei zusammenzählen konnte. Schließlich beschloss sein Vater, dass er seine Dummheit nicht länger ertragen konnte. Er gab ihm einen Beutel voll Gold und schickte ihn fort, um in fremden Ländern sein Glück zu suchen, und gedachte dabei des Sprichworts:
»Wie viel mehr ein Narr, den man aussendet, zu schweifen, übertrifft einen Narren, der daheim bleibt.«Moscione – denn so hieß der Jüngling – bestieg ein Pferd und machte sich auf den Weg nach Venedig, in der Hoffnung, dort ein Schiff zu finden, das ihn nach Kairo bringen würde.

Nachdem er eine Zeitlang geritten war, sah er einen Mann am Fuße einer Pappel stehen und sagte zu ihm: »Wie heißt du, mein Freund; woher kommst du, und was kannst du tun?«
Der Mann antwortete: »Ich heiße Schnell-wie-der-Gedanke, ich komme aus Flinkstadt, und ich kann laufen wie der Blitz.«
»Das möchte ich gern sehen«, sagte Moscione.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 2-seite-2
# chapter_title: Seite 2
# book_page: 2 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Moscione – denn so hieß der Jüngling – bestieg ein Pferd und machte sich auf den Weg nach Venedig, in der Hoffnung, dort ein Schiff zu finden, das ihn nach Kairo bringen würde.
Nachdem er eine Zeitlang geritten war, sah er einen Mann am Fuße einer Pappel stehen und sagte zu ihm: »Wie heißt du, mein Freund; woher kommst du, und was kannst du tun?«
Der Mann antwortete: »Ich heiße Schnell-wie-der-Gedanke, ich komme aus Flinkstadt, und ich kann laufen wie der Blitz.«
»Das möchte ich gern sehen«, sagte Moscione.»Warte nur einen Augenblick«, sagte Schnell-wie-der-Gedanke, »und ich werde dir bald zeigen, dass ich die Wahrheit spreche.«
Kaum hatte er gesprochen, da lief ein junger Hirsch direkt über das Feld, auf dem sie standen. Schnell-wie-der-Gedanke ließ ihn eine kurze Strecke laufen, dann jagte er ihm so schnell und so leichtfüßig nach, dass man seinen Fußspuren nicht hätte folgen können, wenn das Feld mit Mehl bedeckt gewesen wäre. In wenigen Sprüngen hatte er den Hirsch gefangen. Moscione war erstaunt und bat Schnell-wie-der-Gedanke, mit ihm zu kommen, und versprach, ihn großzügig zu belohnen.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 3-seite-3
# chapter_title: Seite 3
# book_page: 3 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
»Warte nur einen Augenblick«, sagte Schnell-wie-der-Gedanke, »und ich werde dir bald zeigen, dass ich die Wahrheit spreche.«
Kaum hatte er gesprochen, da lief ein junger Hirsch direkt über das Feld, auf dem sie standen. Schnell-wie-der-Gedanke ließ ihn eine kurze Strecke laufen, dann jagte er ihm so schnell und so leichtfüßig nach, dass man seinen Fußspuren nicht hätte folgen können, wenn das Feld mit Mehl bedeckt gewesen wäre. In wenigen Sprüngen hatte er den Hirsch gefangen. Moscione war erstaunt und bat Schnell-wie-der-Gedanke, mit ihm zu kommen, und versprach, ihn großzügig zu belohnen.Schnell-wie-der-Gedanke stimmte zu, und sie setzten ihre Reise gemeinsam fort. Sie waren kaum eine Meile gegangen, da trafen sie einen weiteren jungen Mann. Moscione blieb stehen und fragte: »Wie heißt du, mein Freund; woher kommst du, und was kannst du tun?«
Der Mann antwortete prompt: »Ich heiße Hasenohr, ich komme aus dem Neugiertal, und wenn ich mein Ohr auf den Boden lege, kann ich alles hören, was in der Welt vor sich geht – die Pläne und Intrigen von Hof und Hütte und alle Pläne von Mäusen und Menschen.«
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 4-seite-4
# chapter_title: Seite 4
# book_page: 4 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Schnell-wie-der-Gedanke stimmte zu, und sie setzten ihre Reise gemeinsam fort. Sie waren kaum eine Meile gegangen, da trafen sie einen weiteren jungen Mann. Moscione blieb stehen und fragte: »Wie heißt du, mein Freund; woher kommst du, und was kannst du tun?«
Der Mann antwortete prompt: »Ich heiße Hasenohr, ich komme aus dem Neugiertal, und wenn ich mein Ohr auf den Boden lege, kann ich alles hören, was in der Welt vor sich geht – die Pläne und Intrigen von Hof und Hütte und alle Pläne von Mäusen und Menschen.«»Wenn das wahr ist«, sagte Moscione, »dann sag mir, was gerade jetzt in meinem eigenen Zuhause geschieht.«
Der Jüngling legte sein Ohr auf den Boden und sagte: »Ein alter Mann sagt zu seiner Frau: ›Gelobt sei der Himmel, dass wir Moscione losgeworden sind! Vielleicht, wenn er ein wenig in der Welt herumgekommen ist, gewinnt er etwas gesunden Menschenverstand und kehrt weniger als Narr nach Hause zurück, als er gegangen ist.‹«
»Genug, genug!«, rief Moscione. »Du sprichst die Wahrheit, und ich glaube dir. Komm mit uns, und du wirst gut belohnt werden.«
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 5-seite-5
# chapter_title: Seite 5
# book_page: 5 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
»Wenn das wahr ist«, sagte Moscione, »dann sag mir, was gerade jetzt in meinem eigenen Zuhause geschieht.«
Der Jüngling legte sein Ohr auf den Boden und sagte: »Ein alter Mann sagt zu seiner Frau: ›Gelobt sei der Himmel, dass wir Moscione losgeworden sind! Vielleicht, wenn er ein wenig in der Welt herumgekommen ist, gewinnt er etwas gesunden Menschenverstand und kehrt weniger als Narr nach Hause zurück, als er gegangen ist.‹«
»Genug, genug!«, rief Moscione. »Du sprichst die Wahrheit, und ich glaube dir. Komm mit uns, und du wirst gut belohnt werden.«Der junge Mann stimmte zu, und nachdem sie etwa zehn Meilen gegangen waren, trafen sie einen dritten Mann. Moscione fragte: »Wie heißt du, mein tapferer Bursche; wo bist du geboren, und was kannst du tun?«
Der Mann antwortete: »Ich heiße Triff-den-Punkt, ich komme aus der Stadt des Volltreffers, und ich spanne meinen Bogen so genau, dass ich eine Erbse von einem Stein schießen kann.«
»Das möchte ich dich tun sehen«, sagte Moscione.
Der Mann legte eine Erbse auf einen Stein, spannte seinen Bogen und schoss sie mit größter Leichtigkeit genau durch die Mitte.
Moscione sah, dass er die Wahrheit gesprochen hatte, und bat ihn, sich ihrer Gruppe anzuschließen.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 6-seite-6
# chapter_title: Seite 6
# book_page: 6 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Der junge Mann stimmte zu, und nachdem sie etwa zehn Meilen gegangen waren, trafen sie einen dritten Mann. Moscione fragte: »Wie heißt du, mein tapferer Bursche; wo bist du geboren, und was kannst du tun?«
Der Mann antwortete: »Ich heiße Triff-den-Punkt, ich komme aus der Stadt des Volltreffers, und ich spanne meinen Bogen so genau, dass ich eine Erbse von einem Stein schießen kann.«
»Das möchte ich dich tun sehen«, sagte Moscione.
Der Mann legte eine Erbse auf einen Stein, spannte seinen Bogen und schoss sie mit größter Leichtigkeit genau durch die Mitte.
Moscione sah, dass er die Wahrheit gesprochen hatte, und bat ihn, sich ihrer Gruppe anzuschließen.
Nachdem sie alle einige Tage zusammen gereist waren, kamen sie zu einer Gruppe von Menschen, die in der glühenden Sonne einen Graben aushoben. Moscione hatte Mitleid mit ihnen und sagte: »Meine lieben Freunde, wie könnt ihr es aushalten, bei solcher Hitze so hart zu arbeiten, die in einer Minute ein Ei kochen könnte?«
Einer der Arbeiter antwortete: »Wir sind so frisch wie Gänseblümchen, denn wir haben einen jungen Mann unter uns, der uns wie der Westwind den Rücken kühlt.«
»Lass mich ihn sehen«, sagte Moscione. Der Jüngling wurde gerufen, und Moscione fragte: »Wie heißt du; woher kommst du, und was kannst du tun?«
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 7-seite-7
# chapter_title: Seite 7
# book_page: 7 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Nachdem sie alle einige Tage zusammen gereist waren, kamen sie zu einer Gruppe von Menschen, die in der glühenden Sonne einen Graben aushoben. Moscione hatte Mitleid mit ihnen und sagte: »Meine lieben Freunde, wie könnt ihr es aushalten, bei solcher Hitze so hart zu arbeiten, die in einer Minute ein Ei kochen könnte?«
Einer der Arbeiter antwortete: »Wir sind so frisch wie Gänseblümchen, denn wir haben einen jungen Mann unter uns, der uns wie der Westwind den Rücken kühlt.«
»Lass mich ihn sehen«, sagte Moscione. Der Jüngling wurde gerufen, und Moscione fragte: »Wie heißt du; woher kommst du, und was kannst du tun?«Er antwortete: »Ich heiße Blasestoß, ich komme aus Windstadt, und mit meinem Mund kann ich jeden Wind machen, den du willst. Wenn du einen Westwind willst, kann ich ihn in einer Sekunde aufziehen lassen; wenn du einen Nordwind vorziehst, kann ich diese Häuser vor deinen Augen umblasen.«
»Sehen heißt glauben«, sagte der vorsichtige Moscione.
Blasestoß begann sofort. Zuerst blies er so sanft, dass es sich wie eine sanfte Abendbrise anfühlte, dann drehte er sich um und erzeugte einen solch gewaltigen Sturm, dass er eine ganze Reihe von Eichen umblies. Moscione war entzückt und bat Blasestoß, sich ihnen anzuschließen.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 8-seite-8
# chapter_title: Seite 8
# book_page: 8 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Er antwortete: »Ich heiße Blasestoß, ich komme aus Windstadt, und mit meinem Mund kann ich jeden Wind machen, den du willst. Wenn du einen Westwind willst, kann ich ihn in einer Sekunde aufziehen lassen; wenn du einen Nordwind vorziehst, kann ich diese Häuser vor deinen Augen umblasen.«
»Sehen heißt glauben«, sagte der vorsichtige Moscione.
Blasestoß begann sofort. Zuerst blies er so sanft, dass es sich wie eine sanfte Abendbrise anfühlte, dann drehte er sich um und erzeugte einen solch gewaltigen Sturm, dass er eine ganze Reihe von Eichen umblies. Moscione war entzückt und bat Blasestoß, sich ihnen anzuschließen.Als sie weitergingen, trafen sie einen weiteren Mann. Moscione fragte: »Wie heißt du; woher kommst du, und was kannst du tun?«
»Ich heiße Starkrücken; ich komme aus Kraftstadt, und ich bin so stark, dass ich einen Berg auf meinem Rücken tragen kann, als wäre er eine Feder.«
»Wenn das wahr ist«, sagte Moscione, »bist du ein kluger Bursche! Aber ich brauche einen Beweis.«
Da belud sich Starkrücken mit großen Felsbrocken und Baumstämmen – so viel, dass hundert Wagen es nicht hätten tragen können. Moscione sah das und überzeugte Starkrücken, sich ihnen anzuschließen. Sie alle setzten ihre Reise fort, bis sie in ein Land namens Blumental kamen.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 9-seite-9
# chapter_title: Seite 9
# book_page: 9 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Als sie weitergingen, trafen sie einen weiteren Mann. Moscione fragte: »Wie heißt du; woher kommst du, und was kannst du tun?«
»Ich heiße Starkrücken; ich komme aus Kraftstadt, und ich bin so stark, dass ich einen Berg auf meinem Rücken tragen kann, als wäre er eine Feder.«
»Wenn das wahr ist«, sagte Moscione, »bist du ein kluger Bursche! Aber ich brauche einen Beweis.«
Da belud sich Starkrücken mit großen Felsbrocken und Baumstämmen – so viel, dass hundert Wagen es nicht hätten tragen können. Moscione sah das und überzeugte Starkrücken, sich ihnen anzuschließen. Sie alle setzten ihre Reise fort, bis sie in ein Land namens Blumental kamen.Dort herrschte ein König, dessen einzige Tochter so schnell wie der Wind lief und so leichtfüßig, dass sie über ein Feld mit jungem Hafer laufen konnte, ohne ein einziges Blatt zu biegen. Der König hatte verkünden lassen, dass jeder, der die Prinzessin in einem Wettlauf besiegen könne, sie heiraten dürfe, aber alle, die scheiterten, würden ihren Kopf verlieren.
Sobald Moscione von der Verkündung hörte, eilte er zum König und forderte die Prinzessin zu einem Wettlauf heraus.
Aber am Morgen des Rennens ließ er ausrichten, dass er sich nicht wohl fühle und jemand anderen an seiner Stelle laufen lassen werde.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 10-seite-10
# chapter_title: Seite 10
# book_page: 10 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Dort herrschte ein König, dessen einzige Tochter so schnell wie der Wind lief und so leichtfüßig, dass sie über ein Feld mit jungem Hafer laufen konnte, ohne ein einziges Blatt zu biegen. Der König hatte verkünden lassen, dass jeder, der die Prinzessin in einem Wettlauf besiegen könne, sie heiraten dürfe, aber alle, die scheiterten, würden ihren Kopf verlieren.
Sobald Moscione von der Verkündung hörte, eilte er zum König und forderte die Prinzessin zu einem Wettlauf heraus.
Aber am Morgen des Rennens ließ er ausrichten, dass er sich nicht wohl fühle und jemand anderen an seiner Stelle laufen lassen werde.
»Das ist mir einerlei«, sagte Canetella, die Prinzessin. »Möge jeder vortreten; ich bin bereit.«
Am Tag des Rennens war der ganze Ort voller Menschen, die das Wettrennen sehen wollten. Pünktlich standen Schnell-wie-der-Gedanke und Canetella – in einem kurzen Rock und sehr leichten Schuhen – an der Startlinie.
Eine silberne Trompete ertönte, und die beiden Rivalen starteten und sahen aus wie ein Windhund, der einen Hasen jagt. Schnell-wie-der-Gedanke, seinem Namen treu, überholte die Prinzessin. Als er das Ziel erreichte, jubelten die Leute: »Es lebe der Fremde!«
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 11-seite-11
# chapter_title: Seite 11
# book_page: 11 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
»Das ist mir einerlei«, sagte Canetella, die Prinzessin. »Möge jeder vortreten; ich bin bereit.«
Am Tag des Rennens war der ganze Ort voller Menschen, die das Wettrennen sehen wollten. Pünktlich standen Schnell-wie-der-Gedanke und Canetella – in einem kurzen Rock und sehr leichten Schuhen – an der Startlinie.
Eine silberne Trompete ertönte, und die beiden Rivalen starteten und sahen aus wie ein Windhund, der einen Hasen jagt. Schnell-wie-der-Gedanke, seinem Namen treu, überholte die Prinzessin. Als er das Ziel erreichte, jubelten die Leute: »Es lebe der Fremde!«Canetella war über ihre Niederlage sehr verärgert, aber da das Rennen ein zweites Mal gelaufen werden sollte, war sie entschlossen, nicht wieder zu verlieren. Sie ging nach Hause und schickte Schnell-wie-der-Gedanke einen Zauberring, der jeden, der ihn trug, am Gehen hinderte, geschweige denn am Laufen. Sie bat ihn, ihn ihretwegen zu tragen.
Am frühen nächsten Morgen versammelte sich die Menge erneut. Canetella und Schnell-wie-der-Gedanke begannen ihr zweites Rennen. Die Prinzessin lief so schnell wie immer, aber der arme Schnell-wie-der-Gedanke war wie ein überladener Esel – er konnte keinen Schritt machen.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 12-seite-12
# chapter_title: Seite 12
# book_page: 12 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Canetella war über ihre Niederlage sehr verärgert, aber da das Rennen ein zweites Mal gelaufen werden sollte, war sie entschlossen, nicht wieder zu verlieren. Sie ging nach Hause und schickte Schnell-wie-der-Gedanke einen Zauberring, der jeden, der ihn trug, am Gehen hinderte, geschweige denn am Laufen. Sie bat ihn, ihn ihretwegen zu tragen.
Am frühen nächsten Morgen versammelte sich die Menge erneut. Canetella und Schnell-wie-der-Gedanke begannen ihr zweites Rennen. Die Prinzessin lief so schnell wie immer, aber der arme Schnell-wie-der-Gedanke war wie ein überladener Esel – er konnte keinen Schritt machen.Aber Triff-den-Punkt, der von Hasenohr von dem Trick der Prinzessin gehört hatte, sah die Gefahr seines Freundes. Er ergriff seinen Bogen und Pfeil und schoss den Stein aus dem Ring, den Schnell-wie-der-Gedanke trug. Sofort waren die Beine des Jünglings frei, und in fünf Sprüngen holte er Canetella ein und gewann das Rennen.
Der König war wütend, dass er Moscione als seinen Schwiegersohn akzeptieren musste. Er rief seine Weisen zusammen, um einen Ausweg zu finden. Sie entschieden, dass Canetella viel zu gut für einen gewöhnlichen Reisenden sei, und rieten dem König, Moscione Gold statt einer Frau anzubieten.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 13-seite-13
# chapter_title: Seite 13
# book_page: 13 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Aber Triff-den-Punkt, der von Hasenohr von dem Trick der Prinzessin gehört hatte, sah die Gefahr seines Freundes. Er ergriff seinen Bogen und Pfeil und schoss den Stein aus dem Ring, den Schnell-wie-der-Gedanke trug. Sofort waren die Beine des Jünglings frei, und in fünf Sprüngen holte er Canetella ein und gewann das Rennen.
Der König war wütend, dass er Moscione als seinen Schwiegersohn akzeptieren musste. Er rief seine Weisen zusammen, um einen Ausweg zu finden. Sie entschieden, dass Canetella viel zu gut für einen gewöhnlichen Reisenden sei, und rieten dem König, Moscione Gold statt einer Frau anzubieten.Dem König gefiel diese Idee, und er rief Moscione vor sich. Er fragte, welche Geldsumme ihn dazu bringen würde, auf die Prinzessin zu verzichten. Moscione beriet sich mit seinen Freunden und antwortete: »Ich will so viel Gold und Edelsteine, wie meine Begleiter tragen können.«
Der König dachte, das sei einfach. Er brachte Truhen voll Gold, Säcke voll Silber und Kisten voll Edelsteine. Aber je mehr Starkrücken beladen wurde, desto gerader stand er. Bald war die Schatzkammer leer, und der König musste von seinen Untertanen borgen. Dennoch verlangte Starkrücken nach mehr.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 14-seite-14
# chapter_title: Seite 14
# book_page: 14 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Dem König gefiel diese Idee, und er rief Moscione vor sich. Er fragte, welche Geldsumme ihn dazu bringen würde, auf die Prinzessin zu verzichten. Moscione beriet sich mit seinen Freunden und antwortete: »Ich will so viel Gold und Edelsteine, wie meine Begleiter tragen können.«
Der König dachte, das sei einfach. Er brachte Truhen voll Gold, Säcke voll Silber und Kisten voll Edelsteine. Aber je mehr Starkrücken beladen wurde, desto gerader stand er. Bald war die Schatzkammer leer, und der König musste von seinen Untertanen borgen. Dennoch verlangte Starkrücken nach mehr.Als die Ratgeber des Königs das Ergebnis sahen, sagten sie, es wäre töricht, einigen wandernden Dieben so viel Schatz nehmen zu lassen. Sie drängten den König, Soldaten zu schicken, um ihn zurückzuholen. So schickte der König bewaffnete Männer zu Fuß und zu Pferd, um den Schatz zurückzuerobern.

Aber Hasenohr hörte den Rat der Ratgeber und erzählte es seinen Gefährten, gerade als der Staub der Verfolger am Horizont erschien. Blasestoß erkannte die Gefahr und erzeugte einen solch gewaltigen Wind, dass die gesamte Armee des Königs wie Kegel umgeblasen wurde. Sie konnten nicht aufstehen, so dass Moscione und seine Freunde ohne jede Mühe ihren Weg fortsetzten.
Als sie Mosciones Zuhause erreichten, teilte er den Schatz unter seinen Gefährten auf. Sie waren entzückt. Er selbst blieb bei seinem Vater, der schließlich zugeben musste, dass sein Sohn doch nicht so ein Einfaltspinsel war.
# book_id: global-age-version-630ba4d470844d18aab63a7717fd454e
# book_title: Der Einfaltspinsel
# chapter_id: 15-seite-15
# chapter_title: Seite 15
# book_page: 15 / 15
# chapter_page: 1
# language: de
# content_format: markdown
# reading_structure: unknown
# render_mode: prose
Als die Ratgeber des Königs das Ergebnis sahen, sagten sie, es wäre töricht, einigen wandernden Dieben so viel Schatz nehmen zu lassen. Sie drängten den König, Soldaten zu schicken, um ihn zurückzuholen. So schickte der König bewaffnete Männer zu Fuß und zu Pferd, um den Schatz zurückzuerobern.
Aber Hasenohr hörte den Rat der Ratgeber und erzählte es seinen Gefährten, gerade als der Staub der Verfolger am Horizont erschien. Blasestoß erkannte die Gefahr und erzeugte einen solch gewaltigen Wind, dass die gesamte Armee des Königs wie Kegel umgeblasen wurde. Sie konnten nicht aufstehen, so dass Moscione und seine Freunde ohne jede Mühe ihren Weg fortsetzten.
Als sie Mosciones Zuhause erreichten, teilte er den Schatz unter seinen Gefährten auf. Sie waren entzückt. Er selbst blieb bei seinem Vater, der schließlich zugeben musste, dass sein Sohn doch nicht so ein Einfaltspinsel war.
BokRobot
BokRobot samler bøger og eventyr, du kan læse og udforske. Her finder du et stadigt voksende udvalg, og du kan også skabe dine egne bøger og eventyr.