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GratuitHänsel und Gretel
Hansel and Grethel
Jacob Grimm and Wilhelm Grimm
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Nahe einem großen Walde lebte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Der Knabe hieß Hänsel und das Mädchen Gretel. Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als eine große Teuerung ins Land kam, konnte er das tägliche Brot nicht mehr schaffen.
Wie er sich nun abends im Bette Gedanken machte und sich herumwälzte, seufzte er und sprach zu seiner Frau: „Was soll aus uns werden? Wie können wir unsere armen Kinder ernähren, da wir für uns selbst nichts mehr haben?“ – „Weißt du was, Mann“, antwortete die Frau, „morgen früh wollen wir die Kinder hinaus in den Wald führen, wo er am dicksten ist.
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Nahe einem großen Walde lebte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Der Knabe hieß Hänsel und das Mädchen Gretel. Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als eine große Teuerung ins Land kam, konnte er das tägliche Brot nicht mehr schaffen.
Wie er sich nun abends im Bette Gedanken machte und sich herumwälzte, seufzte er und sprach zu seiner Frau: „Was soll aus uns werden? Wie können wir unsere armen Kinder ernähren, da wir für uns selbst nichts mehr haben?“ – „Weißt du was, Mann“, antwortete die Frau, „morgen früh wollen wir die Kinder hinaus in den Wald führen, wo er am dicksten ist.Da machen wir ihnen ein Feuer an und geben jedem ein Stückchen Brot; dann gehen wir an unsere Arbeit und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Hause, und wir sind sie los.“ – „Nein, Frau“, sagte der Mann, „das tue ich nicht.
Wie sollte ich meine Kinder allein im Walde lassen? Die wilden Tiere würden bald kommen und sie zerreißen.“ – „O du Narr“, sagte sie, „so müssen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter für die Särge besorgen.“ Sie ließ ihm keine Ruhe, bis er einwilligte.
„Aber die armen Kinder dauern mich doch“, sagte der Mann.
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Da machen wir ihnen ein Feuer an und geben jedem ein Stückchen Brot; dann gehen wir an unsere Arbeit und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Hause, und wir sind sie los.“ – „Nein, Frau“, sagte der Mann, „das tue ich nicht.
Wie sollte ich meine Kinder allein im Walde lassen? Die wilden Tiere würden bald kommen und sie zerreißen.“ – „O du Narr“, sagte sie, „so müssen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter für die Särge besorgen.“ Sie ließ ihm keine Ruhe, bis er einwilligte.
„Aber die armen Kinder dauern mich doch“, sagte der Mann.
Die zwei Kinder konnten vor Hunger nicht einschlafen und hatten gehört, was die Stiefmutter zum Vater gesagt hatte. Gretel weinte bitterlich und sprach zu Hänsel: „Nun ist es um uns geschehen.“ – „Still, Gretel“, sagte Hänsel, „gräme dich nicht.
Ich will uns schon helfen.“ Und als die Alten eingeschlafen waren, stand er auf, zog sein Röcklein an, öffnete die Türe und schlich sich hinaus. Da schien der Mond hell, und die weißen Kieselsteine, die vor dem Hause lagen, glänzten wie lauter Silberpfennige.
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Die zwei Kinder konnten vor Hunger nicht einschlafen und hatten gehört, was die Stiefmutter zum Vater gesagt hatte. Gretel weinte bitterlich und sprach zu Hänsel: „Nun ist es um uns geschehen.“ – „Still, Gretel“, sagte Hänsel, „gräme dich nicht.
Ich will uns schon helfen.“ Und als die Alten eingeschlafen waren, stand er auf, zog sein Röcklein an, öffnete die Türe und schlich sich hinaus. Da schien der Mond hell, und die weißen Kieselsteine, die vor dem Hause lagen, glänzten wie lauter Silberpfennige.Hänsel bückte sich und steckte so viele in seine Rocktasche, als nur hineinwollten. Dann ging er zurück und sprach zu Gretel: „Sei getrost, liebes Schwesterchen, und schlaf nur ruhig, Gott wird uns nicht verlassen.“ Danach legte er sich wieder in sein Bett.
Als der Tag anbrach, ehe die Sonne aufgegangen war, kam die Frau und weckte die beiden Kinder: „Steht auf, ihr Faulenzer, wir wollen in den Wald gehen und Holz holen.“ Dann gab sie jedem ein Stückchen Brot und sprach: „Da habt ihr etwas für den Mittag, aber esst es nicht vorher auf, ihr bekommt sonst nichts.“ Gretel trug das Brot unter der Schürze, weil Hänsel die Steine in der Tasche hatte.
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Hänsel bückte sich und steckte so viele in seine Rocktasche, als nur hineinwollten. Dann ging er zurück und sprach zu Gretel: „Sei getrost, liebes Schwesterchen, und schlaf nur ruhig, Gott wird uns nicht verlassen.“ Danach legte er sich wieder in sein Bett.
Als der Tag anbrach, ehe die Sonne aufgegangen war, kam die Frau und weckte die beiden Kinder: „Steht auf, ihr Faulenzer, wir wollen in den Wald gehen und Holz holen.“ Dann gab sie jedem ein Stückchen Brot und sprach: „Da habt ihr etwas für den Mittag, aber esst es nicht vorher auf, ihr bekommt sonst nichts.“ Gretel trug das Brot unter der Schürze, weil Hänsel die Steine in der Tasche hatte.Danach machten sie sich alle zusammen auf den Weg nach dem Walde. Als sie ein Weilchen gegangen waren, stand Hänsel still und schaute nach dem Hause zurück, und das tat er immer wieder. Der Vater sprach: „Hänsel, was schaust du da? Warum bleibst du zurück?
Gib acht und vergiss das Gehen nicht.“ – „Ach, Vater“, sagte Hänsel, „ich schaue nach meinem weißen Kätzchen, das da auf dem Dache sitzt und mir Lebewohl sagen will.“ Die Frau sprach: „Narr, das ist nicht dein Kätzchen.
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Danach machten sie sich alle zusammen auf den Weg nach dem Walde. Als sie ein Weilchen gegangen waren, stand Hänsel still und schaute nach dem Hause zurück, und das tat er immer wieder. Der Vater sprach: „Hänsel, was schaust du da? Warum bleibst du zurück?
Gib acht und vergiss das Gehen nicht.“ – „Ach, Vater“, sagte Hänsel, „ich schaue nach meinem weißen Kätzchen, das da auf dem Dache sitzt und mir Lebewohl sagen will.“ Die Frau sprach: „Narr, das ist nicht dein Kätzchen.Das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein scheint.“ Hänsel hatte aber nicht nach dem Kätzchen gesehen, sondern immer einen von den blanken Kieselsteinen aus seiner Tasche auf den Weg geworfen.
Als sie mitten in den Wald gekommen waren, sprach der Vater: „Nun, Kinder, sammelt Holz, ich will ein Feuer anmachen, damit ihr nicht friert.“ Hänsel und Gretel trugen Reisig zusammen, einen Berg hoch. Das Reisig wurde angezündet, und als die Flamme recht hoch brannte, sagte die Frau: „Nun legt euch ans Feuer, ihr Kinder, und ruht euch aus; wir gehen in den Wald und hauen Holz. Wenn wir fertig sind, kommen wir wieder und holen euch ab.“
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Das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein scheint.“ Hänsel hatte aber nicht nach dem Kätzchen gesehen, sondern immer einen von den blanken Kieselsteinen aus seiner Tasche auf den Weg geworfen.
Als sie mitten in den Wald gekommen waren, sprach der Vater: „Nun, Kinder, sammelt Holz, ich will ein Feuer anmachen, damit ihr nicht friert.“ Hänsel und Gretel trugen Reisig zusammen, einen Berg hoch. Das Reisig wurde angezündet, und als die Flamme recht hoch brannte, sagte die Frau: „Nun legt euch ans Feuer, ihr Kinder, und ruht euch aus; wir gehen in den Wald und hauen Holz. Wenn wir fertig sind, kommen wir wieder und holen euch ab.“Hänsel und Gretel saßen am Feuer. Als es Mittag war, aß jedes sein Stücklein Brot. Sie hörten die Schläge einer Axt und dachten, der Vater sei in der Nähe. Es war aber nicht die Axt, sondern ein Zweig, den der Vater an einen dürren Baum gebunden hatte, den der Wind hin und her schlug.
Sie saßen so lange, dass ihnen vor Müdigkeit die Augen zufielen und sie tief einschliefen. Als sie endlich erwachten, war es finstere Nacht. Gretel fing an zu weinen und sprach: „Wie sollen wir nun aus dem Walde kommen?“ Hänsel aber tröstete sie.
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Hänsel und Gretel saßen am Feuer. Als es Mittag war, aß jedes sein Stücklein Brot. Sie hörten die Schläge einer Axt und dachten, der Vater sei in der Nähe. Es war aber nicht die Axt, sondern ein Zweig, den der Vater an einen dürren Baum gebunden hatte, den der Wind hin und her schlug.
Sie saßen so lange, dass ihnen vor Müdigkeit die Augen zufielen und sie tief einschliefen. Als sie endlich erwachten, war es finstere Nacht. Gretel fing an zu weinen und sprach: „Wie sollen wir nun aus dem Walde kommen?“ Hänsel aber tröstete sie.
„Warte nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden.“ Als der volle Mond aufgestiegen war, nahm Hänsel sein Schwesterchen an der Hand und fand die Kieselsteine, die wie neues Silbergeld schimmerten und ihnen den Weg zeigten.
Sie gingen die ganze Nacht hindurch und kamen bei Anbruch des Tages wieder zu dem Hause des Vaters. Sie klopften an die Türe, und als die Frau öffnete und sah, dass es Hänsel und Gretel waren, sprach sie: „Ihr unartigen Kinder, warum habt ihr so lange im Walde geschlafen? Wir dachten, ihr kämet gar nicht wieder.“ Der Vater aber freute sich, denn es war ihm zu Herzen gegangen, dass er sie so allein zurückgelassen hatte.
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„Warte nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden.“ Als der volle Mond aufgestiegen war, nahm Hänsel sein Schwesterchen an der Hand und fand die Kieselsteine, die wie neues Silbergeld schimmerten und ihnen den Weg zeigten.
Sie gingen die ganze Nacht hindurch und kamen bei Anbruch des Tages wieder zu dem Hause des Vaters. Sie klopften an die Türe, und als die Frau öffnete und sah, dass es Hänsel und Gretel waren, sprach sie: „Ihr unartigen Kinder, warum habt ihr so lange im Walde geschlafen? Wir dachten, ihr kämet gar nicht wieder.“ Der Vater aber freute sich, denn es war ihm zu Herzen gegangen, dass er sie so allein zurückgelassen hatte.Nicht lange danach war abermals eine große Teuerung im Lande, und die Kinder hörten, wie die Mutter nachts zum Vater sagte: „Es ist wieder alles aufgezehrt, wir haben nur noch einen halben Laib Brot, danach ist das Lied aus. Die Kinder müssen fort.
Wir wollen sie tiefer in den Wald führen, damit sie den Weg nicht wieder herausfinden. Es ist kein anderes Mittel zu unserem Heil!“ Der Mann fiel schwer aufs Herz und dachte: „Es wäre besser, wenn du den letzten Bissen mit deinen Kindern teiltest.“ Aber die Frau hörte auf nichts, was er sagte, sondern schalt und machte ihm Vorwürfe.
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Nicht lange danach war abermals eine große Teuerung im Lande, und die Kinder hörten, wie die Mutter nachts zum Vater sagte: „Es ist wieder alles aufgezehrt, wir haben nur noch einen halben Laib Brot, danach ist das Lied aus. Die Kinder müssen fort.
Wir wollen sie tiefer in den Wald führen, damit sie den Weg nicht wieder herausfinden. Es ist kein anderes Mittel zu unserem Heil!“ Der Mann fiel schwer aufs Herz und dachte: „Es wäre besser, wenn du den letzten Bissen mit deinen Kindern teiltest.“ Aber die Frau hörte auf nichts, was er sagte, sondern schalt und machte ihm Vorwürfe.Wer A sagt, muss auch B sagen, und weil er das erste Mal nachgegeben hatte, musste er es auch zum zweiten Mal tun.
Die Kinder waren aber noch wach und hatten das Gespräch mit angehört. Als die Alten schliefen, stand Hänsel wieder auf, wollte hinaus und Kieselsteine auflesen wie vorher, aber die Frau hatte die Türe verschlossen, und Hänsel konnte nicht hinaus. Trotzdem tröstete er sein Schwesterchen und sprach: „Weine nicht, Gretel, und schlaf nur ruhig, der liebe Gott wird uns schon helfen.“
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Wer A sagt, muss auch B sagen, und weil er das erste Mal nachgegeben hatte, musste er es auch zum zweiten Mal tun.
Die Kinder waren aber noch wach und hatten das Gespräch mit angehört. Als die Alten schliefen, stand Hänsel wieder auf, wollte hinaus und Kieselsteine auflesen wie vorher, aber die Frau hatte die Türe verschlossen, und Hänsel konnte nicht hinaus. Trotzdem tröstete er sein Schwesterchen und sprach: „Weine nicht, Gretel, und schlaf nur ruhig, der liebe Gott wird uns schon helfen.“Früh am Morgen kam die Frau und holte die Kinder aus dem Bette. Sie erhielten ihr Stückchen Brot, das war aber noch kleiner als das vorigemal. Auf dem Wege in den Wald bröckelte Hänsel das Brot in der Tasche, blieb oft stehen und warf ein Bröckchen auf die Erde.
„Hänsel, warum bleibst du stehen und schaust dich um?“, sagte der Vater. „Geh weiter.“ – „Ich schaue nach meinem Täubchen, das auf dem Dache sitzt und mir Lebewohl sagen will“, antwortete Hänsel. „Narr“, sagte die Frau, „das ist nicht dein Täubchen.
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Früh am Morgen kam die Frau und holte die Kinder aus dem Bette. Sie erhielten ihr Stückchen Brot, das war aber noch kleiner als das vorigemal. Auf dem Wege in den Wald bröckelte Hänsel das Brot in der Tasche, blieb oft stehen und warf ein Bröckchen auf die Erde.
„Hänsel, warum bleibst du stehen und schaust dich um?“, sagte der Vater. „Geh weiter.“ – „Ich schaue nach meinem Täubchen, das auf dem Dache sitzt und mir Lebewohl sagen will“, antwortete Hänsel. „Narr“, sagte die Frau, „das ist nicht dein Täubchen.Das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein scheint.“ Hänsel aber streute alle Bröckchen auf den Weg.
Die Frau führte die Kinder noch tiefer in den Wald, wo sie in ihrem Leben nicht gewesen waren. Da ward wieder ein großes Feuer angemacht, und die Mutter sagte: „Bleibt nur da sitzen, ihr Kinder, und wenn ihr müde seid, könnt ihr ein wenig schlafen; wir gehen in den Wald und hauen Holz.
Abends, wenn wir fertig sind, kommen wir und holen euch ab.“ Als nun der Mittag kam, teilte Gretel ihr Brot mit Hänsel, der seins auf den Weg gestreut hatte. Dann schliefen sie ein, und der Abend verging, aber niemand kam zu den armen Kindern.
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Das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein scheint.“ Hänsel aber streute alle Bröckchen auf den Weg.
Die Frau führte die Kinder noch tiefer in den Wald, wo sie in ihrem Leben nicht gewesen waren. Da ward wieder ein großes Feuer angemacht, und die Mutter sagte: „Bleibt nur da sitzen, ihr Kinder, und wenn ihr müde seid, könnt ihr ein wenig schlafen; wir gehen in den Wald und hauen Holz.
Abends, wenn wir fertig sind, kommen wir und holen euch ab.“ Als nun der Mittag kam, teilte Gretel ihr Brot mit Hänsel, der seins auf den Weg gestreut hatte. Dann schliefen sie ein, und der Abend verging, aber niemand kam zu den armen Kindern.Sie erwachten erst in der finstern Nacht. Hänsel tröstete sein Schwesterchen und sagte: „Warte nur, Gretel, bis der Mond aufgeht, dann sehen wir die Brotkrumen, die ich gestreut habe, die zeigen uns den Weg nach Hause.“ Als der Mond aufging, machten sie sich auf, aber sie fanden keine Krumen, denn die vielen tausend Vögel, die im Walde und im Felde herumfliegen, hatten sie weggepickt.
Hänsel sagte zu Gretel: „Wir werden den Weg schon finden“, aber sie fanden ihn nicht. Sie gingen die ganze Nacht und den andern Tag von morgen bis abend, aber sie kamen aus dem Walde nicht heraus.
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Sie erwachten erst in der finstern Nacht. Hänsel tröstete sein Schwesterchen und sagte: „Warte nur, Gretel, bis der Mond aufgeht, dann sehen wir die Brotkrumen, die ich gestreut habe, die zeigen uns den Weg nach Hause.“ Als der Mond aufging, machten sie sich auf, aber sie fanden keine Krumen, denn die vielen tausend Vögel, die im Walde und im Felde herumfliegen, hatten sie weggepickt.
Hänsel sagte zu Gretel: „Wir werden den Weg schon finden“, aber sie fanden ihn nicht. Sie gingen die ganze Nacht und den andern Tag von morgen bis abend, aber sie kamen aus dem Walde nicht heraus.
Sie waren gewaltig hungrig, denn sie hatten nichts zu essen als ein paar Beeren, die auf dem Boden wuchsen. Und weil sie so müde waren, dass die Beine sie nicht mehr tragen wollten, legten sie sich unter einen Baum und schliefen ein.
Nun war es schon der dritte Morgen, dass sie das Haus des Vaters verlassen hatten. Sie fingen wieder an zu gehen, aber sie gerieten nur immer tiefer in den Wald, und wenn nicht bald Hilfe kam, so mussten sie verschmachten. Mittags sahen sie ein schönes schneeweißes Vöglein auf einem Ast sitzen.
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Sie waren gewaltig hungrig, denn sie hatten nichts zu essen als ein paar Beeren, die auf dem Boden wuchsen. Und weil sie so müde waren, dass die Beine sie nicht mehr tragen wollten, legten sie sich unter einen Baum und schliefen ein.
Nun war es schon der dritte Morgen, dass sie das Haus des Vaters verlassen hatten. Sie fingen wieder an zu gehen, aber sie gerieten nur immer tiefer in den Wald, und wenn nicht bald Hilfe kam, so mussten sie verschmachten. Mittags sahen sie ein schönes schneeweißes Vöglein auf einem Ast sitzen.Es sang so schön, dass sie stehen blieben und zuhörten. Als der Vogel sein Lied beendet hatte, breitete er seine Flügel aus und flog vor ihnen her. Sie folgten ihm, bis sie zu einem kleinen Häuschen kamen, auf dessen Dach der Vogel sich setzte.
Als sie näher kamen, sahen sie, dass das Häuslein aus Brot gebaut und mit Kuchen gedeckt war, und die Fenster waren aus hellem Zucker. „Da wollen wir uns dranmachen“, sagte Hänsel, „ich will ein Stück vom Dach essen, und du, Gretel, kannst etwas vom Fenster essen.
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Es sang so schön, dass sie stehen blieben und zuhörten. Als der Vogel sein Lied beendet hatte, breitete er seine Flügel aus und flog vor ihnen her. Sie folgten ihm, bis sie zu einem kleinen Häuschen kamen, auf dessen Dach der Vogel sich setzte.
Als sie näher kamen, sahen sie, dass das Häuslein aus Brot gebaut und mit Kuchen gedeckt war, und die Fenster waren aus hellem Zucker. „Da wollen wir uns dranmachen“, sagte Hänsel, „ich will ein Stück vom Dach essen, und du, Gretel, kannst etwas vom Fenster essen.Das schmeckt süß.“ Hänsel langte hinauf und brach sich ein wenig vom Dach ab, um zu schmecken, wie es schmeckte, und Gretel stellte sich ans Fenster und knabberte an den Scheiben. Da rief eine feine Stimme von innen heraus:
„Knuper, knuper, kneischen, wer knupert an meinem Häuschen?“
Die Kinder antworteten:
„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.“
Und sie aßen weiter, ohne sich zu bekümmern. Hänsel, dem das Dach sehr gut schmeckte, riss sich einen großen Teil herunter, und Gretel stieß eine ganze runde Fensterscheibe heraus, setzte sich und tat sich gütlich. Da ging auf einmal die Türe auf, und eine uralte Frau kam herausgestiegen, die sich auf eine Krücke stützte.
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Das schmeckt süß.“ Hänsel langte hinauf und brach sich ein wenig vom Dach ab, um zu schmecken, wie es schmeckte, und Gretel stellte sich ans Fenster und knabberte an den Scheiben. Da rief eine feine Stimme von innen heraus:
„Knuper, knuper, kneischen, wer knupert an meinem Häuschen?“
Die Kinder antworteten:
„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.“
Und sie aßen weiter, ohne sich zu bekümmern. Hänsel, dem das Dach sehr gut schmeckte, riss sich einen großen Teil herunter, und Gretel stieß eine ganze runde Fensterscheibe heraus, setzte sich und tat sich gütlich. Da ging auf einmal die Türe auf, und eine uralte Frau kam herausgestiegen, die sich auf eine Krücke stützte.Hänsel und Gretel erschraken so gewaltig, dass sie fallen ließen, was sie in Händen hielten. Die Alte aber nickte mit dem Kopfe und sprach: „Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierher gebracht? Kommt nur herein und bleibt bei mir.
Es geschieht euch kein Leid.“ Sie fasste beide an der Hand und führte sie in ihr Häuschen. Da ward ihnen gutes Essen vorgesetzt: Milch und Pfannkuchen mit Zucker, Äpfel und Nüsse.
Danach wurden zwei schöne Bettlein gemacht mit reinen weißen Laken, und Hänsel und Gretel legten sich hinein und meinten, sie wären im Himmel.
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Hänsel und Gretel erschraken so gewaltig, dass sie fallen ließen, was sie in Händen hielten. Die Alte aber nickte mit dem Kopfe und sprach: „Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierher gebracht? Kommt nur herein und bleibt bei mir.
Es geschieht euch kein Leid.“ Sie fasste beide an der Hand und führte sie in ihr Häuschen. Da ward ihnen gutes Essen vorgesetzt: Milch und Pfannkuchen mit Zucker, Äpfel und Nüsse.
Danach wurden zwei schöne Bettlein gemacht mit reinen weißen Laken, und Hänsel und Gretel legten sich hinein und meinten, sie wären im Himmel.Die Alte aber hatte nur so getan, als ob sie gutmütig wäre. Sie war eine böse Hexe, die den Kindern auflauerte. Das Brothäuslein hatte sie nur gebaut, um sie anzulocken.
Wenn ein Kind in ihre Gewalt kam, so machte sie es tot, kochte es und aß es, und das war ihr ein Festtag.
Die Hexen haben rote Augen und können nicht weit sehen, aber sie haben eine feine Witterung wie die Tiere und merken es, wenn Menschen herankommen.
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Die Alte aber hatte nur so getan, als ob sie gutmütig wäre. Sie war eine böse Hexe, die den Kindern auflauerte. Das Brothäuslein hatte sie nur gebaut, um sie anzulocken.
Wenn ein Kind in ihre Gewalt kam, so machte sie es tot, kochte es und aß es, und das war ihr ein Festtag.
Die Hexen haben rote Augen und können nicht weit sehen, aber sie haben eine feine Witterung wie die Tiere und merken es, wenn Menschen herankommen.Als Hänsel und Gretel in ihre Nähe kamen, lachte sie boshaft und sprach höhnisch: „Die habe ich, die sollen mir nicht wieder entkommen!“ Frühmorgens, ehe die Kinder erwacht waren, stand sie auf.
Als sie beide so schlafend sah und wie sie so hübsch aussahen mit den runden roten Backen, murmelte sie vor sich hin: „Das wird ein guter Bissen!“ Da packte sie Hänsel mit ihrer dürren Hand, trug ihn in einen kleinen Stall und sperrte ihn hinter eine Gittertüre.
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Als Hänsel und Gretel in ihre Nähe kamen, lachte sie boshaft und sprach höhnisch: „Die habe ich, die sollen mir nicht wieder entkommen!“ Frühmorgens, ehe die Kinder erwacht waren, stand sie auf.
Als sie beide so schlafend sah und wie sie so hübsch aussahen mit den runden roten Backen, murmelte sie vor sich hin: „Das wird ein guter Bissen!“ Da packte sie Hänsel mit ihrer dürren Hand, trug ihn in einen kleinen Stall und sperrte ihn hinter eine Gittertüre.Er mochte schreien, so viel er wollte, es half ihm nichts.

Dann ging sie zu Gretel, rüttelte sie wach und rief: „Steh auf, Faulenzerin! Hol Wasser und koch deinem Bruder etwas Gutes, er sitzt draußen im Stall und soll gemästet werden.
Wenn er fett ist, will ich ihn essen.“ Gretel fing an zu weinen, aber es war alles umsonst. Sie musste tun, was die böse Hexe verlangte.
Nun wurde dem armen Hänsel das beste Essen gekocht, aber Gretel bekam nichts als Krebsschalen. Jeden Morgen schlich die Alte zu dem kleinen Stall und rief: „Hänsel, streck deinen Finger heraus, damit ich fühle, ob du bald fett bist.“ Hänsel aber streckte ihr ein Knöchlein heraus, und die Alte, die trübe Augen hatte, konnte es nicht sehen und meinte, es wäre Hänsels Finger.
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# book_title: Hänsel und Gretel
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Er mochte schreien, so viel er wollte, es half ihm nichts.
Dann ging sie zu Gretel, rüttelte sie wach und rief: „Steh auf, Faulenzerin! Hol Wasser und koch deinem Bruder etwas Gutes, er sitzt draußen im Stall und soll gemästet werden.
Wenn er fett ist, will ich ihn essen.“ Gretel fing an zu weinen, aber es war alles umsonst. Sie musste tun, was die böse Hexe verlangte.
Nun wurde dem armen Hänsel das beste Essen gekocht, aber Gretel bekam nichts als Krebsschalen. Jeden Morgen schlich die Alte zu dem kleinen Stall und rief: „Hänsel, streck deinen Finger heraus, damit ich fühle, ob du bald fett bist.“ Hänsel aber streckte ihr ein Knöchlein heraus, und die Alte, die trübe Augen hatte, konnte es nicht sehen und meinte, es wäre Hänsels Finger.Sie verwunderte sich, dass er gar nicht fett werden wollte. Als vier Wochen herum waren, war Hänsel noch immer mager, da ward die Hexe ungeduldig und wollte nicht länger warten. „He, Gretel“, rief sie dem Mädchen zu, „sei flink und trag Wasser herbei.
Hänsel mag fett oder mager sein, morgen will ich ihn schlachten und kochen.“ Ach, wie weinte das arme Schwesterchen, als es das Wasser tragen musste! Die Tränen flossen ihm über die Backen. „Lieber Gott, hilf uns doch!“, rief es.
„Hätten uns nur die wilden Tiere im Walde gefressen, so wären wir doch zusammen gestorben.“ – „Behalt dein Geschwätz“, sagte die Alte, „es hilft dir doch nichts.“
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# book_title: Hänsel und Gretel
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Sie verwunderte sich, dass er gar nicht fett werden wollte. Als vier Wochen herum waren, war Hänsel noch immer mager, da ward die Hexe ungeduldig und wollte nicht länger warten. „He, Gretel“, rief sie dem Mädchen zu, „sei flink und trag Wasser herbei.
Hänsel mag fett oder mager sein, morgen will ich ihn schlachten und kochen.“ Ach, wie weinte das arme Schwesterchen, als es das Wasser tragen musste! Die Tränen flossen ihm über die Backen. „Lieber Gott, hilf uns doch!“, rief es.
„Hätten uns nur die wilden Tiere im Walde gefressen, so wären wir doch zusammen gestorben.“ – „Behalt dein Geschwätz“, sagte die Alte, „es hilft dir doch nichts.“Früh am andern Morgen musste Gretel heraus und den Kessel mit Wasser aufhängen und Feuer anzünden. „Wir wollen erst backen“, sagte die Alte, „ich habe den Ofen schon eingeheizt und den Teig geknetet.“ Sie stieß das arme Gretel zu dem Ofen hinaus, aus dem die Flammen schon herausschlugen.
„Kriech hinein“, sagte die Hexe, „und sieh, ob recht eingeheizt ist, damit wir das Brot hineinschieben können.“ Sie gedachte, wenn Gretel hineingekrochen sei, die Ofentüre zuzumachen und es darin zu backen und dann auch zu essen.
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Früh am andern Morgen musste Gretel heraus und den Kessel mit Wasser aufhängen und Feuer anzünden. „Wir wollen erst backen“, sagte die Alte, „ich habe den Ofen schon eingeheizt und den Teig geknetet.“ Sie stieß das arme Gretel zu dem Ofen hinaus, aus dem die Flammen schon herausschlugen.
„Kriech hinein“, sagte die Hexe, „und sieh, ob recht eingeheizt ist, damit wir das Brot hineinschieben können.“ Sie gedachte, wenn Gretel hineingekrochen sei, die Ofentüre zuzumachen und es darin zu backen und dann auch zu essen.Aber Gretel merkte, was sie im Sinne hatte, und sprach: „Ich weiß nicht, wie ich es machen soll, wie kommst du hinein?“ – „Dumme Gans“, sagte die Alte, „die Türe ist groß genug, sieh, ich kann selbst hineinkriechen.“ Sie kroch heran und steckte den Kopf in den Ofen.
Da gab ihr Gretel einen Stoß, dass sie weit hineinfuhr, schloss die eiserne Türe und schob den Riegel vor. Hu, da fing die Hexe an, gar grausam zu schreien! Aber Gretel lief fort, und die gottlose Hexe musste jämmerlich verbrennen.
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Aber Gretel merkte, was sie im Sinne hatte, und sprach: „Ich weiß nicht, wie ich es machen soll, wie kommst du hinein?“ – „Dumme Gans“, sagte die Alte, „die Türe ist groß genug, sieh, ich kann selbst hineinkriechen.“ Sie kroch heran und steckte den Kopf in den Ofen.
Da gab ihr Gretel einen Stoß, dass sie weit hineinfuhr, schloss die eiserne Türe und schob den Riegel vor. Hu, da fing die Hexe an, gar grausam zu schreien! Aber Gretel lief fort, und die gottlose Hexe musste jämmerlich verbrennen.Gretel lief wie der Blitz zu Hänsel, öffnete sein Ställchen und rief: „Hänsel, wir sind gerettet! Die alte Hexe ist tot!“ Da sprang Hänsel heraus, wie ein Vogel aus dem Käfig springt, wenn man ihm die Türe öffnet. Wie haben sie sich umarmt, getanzt und geküsst! Sie brauchten sich nicht mehr zu fürchten.

Sie gingen in das Haus der Hexe, da standen in allen Ecken Kisten mit Perlen und Edelsteinen. „Das ist noch besser als Kieselsteine“, sagte Hänsel und steckte seine Taschen voll. Gretel sprach: „Ich will auch etwas mit nach Hause bringen“ und füllte sich die Schürze voll.
„Aber nun müssen wir fort“, sagte Hänsel, „damit wir aus dem Hexenwald herauskommen.“
Als sie aber zwei Stunden gegangen waren, kamen sie an ein großes Wasser. „Wir können nicht hinüber“, sagte Hänsel, „ich sehe keinen Steg und keine Brücke.“ – „Und hier ist auch kein Schifflein“, antwortete Gretel, „aber da schwimmt eine weiße Ente, wenn ich die bitte, so hilft sie uns hinüber.“ Da rief sie:
„Entchen, Entchen, siehst du nicht?
Hänsel und Gretel warten dein.
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Gretel lief wie der Blitz zu Hänsel, öffnete sein Ställchen und rief: „Hänsel, wir sind gerettet! Die alte Hexe ist tot!“ Da sprang Hänsel heraus, wie ein Vogel aus dem Käfig springt, wenn man ihm die Türe öffnet. Wie haben sie sich umarmt, getanzt und geküsst! Sie brauchten sich nicht mehr zu fürchten.
Sie gingen in das Haus der Hexe, da standen in allen Ecken Kisten mit Perlen und Edelsteinen. „Das ist noch besser als Kieselsteine“, sagte Hänsel und steckte seine Taschen voll. Gretel sprach: „Ich will auch etwas mit nach Hause bringen“ und füllte sich die Schürze voll.
„Aber nun müssen wir fort“, sagte Hänsel, „damit wir aus dem Hexenwald herauskommen.“
Als sie aber zwei Stunden gegangen waren, kamen sie an ein großes Wasser. „Wir können nicht hinüber“, sagte Hänsel, „ich sehe keinen Steg und keine Brücke.“ – „Und hier ist auch kein Schifflein“, antwortete Gretel, „aber da schwimmt eine weiße Ente, wenn ich die bitte, so hilft sie uns hinüber.“ Da rief sie:
„Entchen, Entchen, siehst du nicht?
Hänsel und Gretel warten dein.Steg und Brücke sind nicht hier, nimm uns auf deinen Rücken schier.“
Das Entchen schwamm heran. Hänsel setzte sich auf seinen Rücken und sagte, sein Schwesterchen solle sich zu ihm setzen. „Nein“, antwortete Gretel, „das wird der Ente zu schwer, sie soll uns nach einander hinüberbringen.“ Das tat das gute Tierchen.
Als sie glücklich hinüber waren und ein Weilchen fortgingen, da kam ihnen der Wald immer bekannter vor, und endlich erblickten sie von weitem das Haus ihres Vaters. Sie fingen an zu laufen, stürmten in die Stube hinein und warfen sich dem Vater um den Hals.
Der Mann hatte keine frohe Stunde gehabt, seitdem er die Kinder im Walde gelassen hatte. Die Frau aber war gestorben. Gretel schüttete ihre Schürze aus, dass die Perlen und Edelsteine in der Stube herumsprangen, und Hänsel holte noch eine Handvoll nach der andern aus der Tasche.
Da war all ihrer Sorge ein Ende, und sie lebten zusammen in lauter Freude. Mein Märchen ist aus, dort läuft eine Maus, wer sie fängt, darf sich eine große Pelzkappe daraus machen.
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Steg und Brücke sind nicht hier, nimm uns auf deinen Rücken schier.“
Das Entchen schwamm heran. Hänsel setzte sich auf seinen Rücken und sagte, sein Schwesterchen solle sich zu ihm setzen. „Nein“, antwortete Gretel, „das wird der Ente zu schwer, sie soll uns nach einander hinüberbringen.“ Das tat das gute Tierchen.
Als sie glücklich hinüber waren und ein Weilchen fortgingen, da kam ihnen der Wald immer bekannter vor, und endlich erblickten sie von weitem das Haus ihres Vaters. Sie fingen an zu laufen, stürmten in die Stube hinein und warfen sich dem Vater um den Hals.
Der Mann hatte keine frohe Stunde gehabt, seitdem er die Kinder im Walde gelassen hatte. Die Frau aber war gestorben. Gretel schüttete ihre Schürze aus, dass die Perlen und Edelsteine in der Stube herumsprangen, und Hänsel holte noch eine Handvoll nach der andern aus der Tasche.
Da war all ihrer Sorge ein Ende, und sie lebten zusammen in lauter Freude. Mein Märchen ist aus, dort läuft eine Maus, wer sie fängt, darf sich eine große Pelzkappe daraus machen.
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